Auf der Burg in Schäßburg/Sighisoara sind Gebäude erhalten geblieben, die aus der Zeitspanne XVI. - XVIII. Jahrhundert stammen. Zu den guterhaltenen und repräsentativen Teilen der Burg gehört die Schulgasse. In ihr ist der Bestand an alten Bauten insgesamt erhalten geblieben, wobei die meisten dieser Häuser die ursprüngliche Struktur der Räume beibehielten mit gotischen Gewölben oder aus der Renaissance und ebenso die Kellerräume aus Stein. Viele dieser Häuser wurden in der Barockzeit neugestaltet und sind heute beispielhaft für die Wohnkultur ihrer Zeit.
Das Gebäude des Hotels erstreckt sich über ursprünglich 3 Parzellen, ist als ehemaliges „Zieglerisches Haus“ bekannt und besteht aus zwei Bauten. Sie wurden vor 1886, vermutlich im Zuge des Umbaus für das Bürgermeisteramt der Stadt, vereint. Die beiden ursprünglichen Gebäude sind beim Umbau durch ein Treppenhaus verbunden und aufgestockt worden.
Das ursprüngliche Haus Nummer 4 hatte einen fast rechteckigen Grundriss, am linken Flügel die Toreinfahrt, die Räume im Erdgeschoss und jene aus dem Obergschoss ordnen sich auf 2 Achsen an. In den zum Hof hin gelegenen Räumen im Erdgeschoss sind die Netz- und Tonnengewölbe mit Stichkappen sowie die originalen Fenster- und Türöffnungen erhalten geblieben. Der Zugang zu Haus Nummer 6 erfolgte über eine Treppe vom Hofende des Gebäudes.
Beide Gebäude sind Bürgerhäuser gewesen. Sie besaßen einen Hof, zu dem es eine Zufahrt aus der benachbarten Gasse gab. Es handelt sich hier um die anspruchsvollere Art, die ursprüngliche Parzelle des Burgraumes zu nutzen. Die Fassade der Gebäude ist mit schlichtem Barockdekor geschmückt und hat im Obergeschoss die originalen Fensteröffnungen behalten. Aufgrund der Umbestimmung der Nutzung, haben die Räume im Erdgeschoss Veränderungen erfahren.

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